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MIETNOMADEN: ALPTRAUM JEDES VERMIETERS

Was sind Mietnomaden? 

Als Mietnomaden bezeichnet man umgangssprachlich Personen, die in regelmäßigen Abständen Mietwohnungen beziehen und den dabei anfallenden Mietzins vorsätzlich nicht entrichten. Nach einigen Monaten ziehen sie um und ähneln daher in ihrem Verhalten Nomaden. 

Was kann man gegen Mietnomaden tun?

Die effektivste Art, gegen Mietnomaden vorzugehen ist, sie schon im Vorhinein zu erkennen und gar nicht erst einen Mietvertrag mit diesen abzuschließen. Viele Mietnomaden treten jedoch bei der Bewerbung um eine Wohnung seriös auf und sind daher nur schwer von gewöhnlichen Mietern zu unterscheiden. 

Wie kann ich Mietnomaden erkennen? 

– Fordern Sie eine Bonitätsauskunft (Schufa-Auskunft) von den Mietinteressenten.

– Überprüfen Sie deren Ausweise auf einen festen Wohnsitz.

– Verlangen Sie eine Mietfreiheitsbescheinigung und/oder kontaktieren Sie den vorherigen Vermieter.

– Verlangen Sie vor Übergabe der Wohnung die Zahlung der Kaution sowie die erste Miete.

Wie bekomme ich einen Mietnomaden aus der Wohnung? 

Ist ihr Mieter bereits im Zahlungsverzug, stehen Ihnen folgende Möglichkeiten offen: 

– Besteht ein Rückstand von lediglich einer Monatsmiete, sollten Sie eine postalische Abmahnung mit einer 10-Tages-Frist zur Zahlung schicken. Erfolgt daraufhin keine Mietzahlung, kann eine ordentliche Kündigung ausgesprochen werden. 

– Ist der Mieter bereits mit zwei oder mehr Monatsmieten im Rückstand, kann ihm fristlos gekündigt werden. Für die Räumung hat er dann 14 Tage Zeit. 

– Ignoriert der Mieter auch die Räumungsaufforderung, ist eine Räumungsklage zu empfehlen. Bis hierzu ein Urteil vorliegt, vergehen in der Regel jedoch einige Monate. Bis zur Zwangsräumung können dann weitere Monate vergehen. Die Kosten der Zwangsräumung, für gewöhnlich mindestens 3.000€, sind zunächst vom Vermieter zu tragen, können anschließend jedoch eingeklagt werden. In Berlin ist die Räumung wesentlich günstiger, da hier der Besitz des Mieters in der Wohnung verbleibt und nicht an einem anderen Ort eingelagert wird. Der Vermieter haftet bei dem Berliner Modell lediglich bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit für die zurückgelassenen Gegenstände und Möbel.

Gibt es eine Mietnomadenversicherung? 

Es ist möglich, zu Beginn eines neuen Mietverhältnisses eine sogenannte Mietausfallversicherung abzuschließen, um sich gegen Mietausfälle abzusichern. Soll der Versicherungsvertrag erst zu einem späteren Zeitpunkt eingegangen werden, besteht jedoch erst nach einer mehrmonatigen Wartezeit ein Versicherungsschutz. Die Kosten für eine Mietausfallversicherung belaufen sich häufig auf etwa 10% der monatlichen Warmmiete im Jahr (also beispielsweise auf 70€ jährlich bei einer Warmmiete von 700€ im Monat). Diese können nicht auf den Mieter umgelegt werden, sind aber steuerlich als Werbungskosten für Vermietung und Verpachtung absetzbar. 

Sie sehen: Es gibt einige effektive Maßnahmen, mit denen sich Vermieter dagegen absichern können, Opfer von Mietnomaden zu werden.

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